Amblyopiescreening

Eine Früherkennung von Sehstörungen

Diese Informationsseite zum Thema „Amblyopiescreening“ soll über die enorme Bedeutung einer frühzeitigen Augenvorsorge informieren.

Bei 1 von 5 Kleinkindern bestehen Risikofaktoren, die ohne frühzeitige Erkennung meist zur Amblyopie (Schwachsichtigkeit) führen.

Kinder müssen das Sehen erlernen!

Genauso wie beim Laufen oder Sprechen müssen Kinder in den ersten Lebensjahren auch das Sehen mit beiden Augen (binokulares Sehen) erlernen. Die Fortschritte bei den ersten Gehversuchen oder dem Artikulieren der ersten Worte erleben die Eltern täglich mit. Wie und was Ihr Kind sieht, bleibt Ihnen dagegen verborgen. Dabei sind zwei gesunde Augen sind für das Wohlergehen eines Kindes von zentraler Bedeutung. Eine Sehschwäche in Folge einer Sehstörung beeinträchtigt die schulischen Leistungen, erhöht die Unfallgefahr im Straßenverkehr und kann die Berufswahl einschränken.

Reduzierung der Amblyopie durch moderne Technik!

Trotz des bisher in den U-Untersuchungen durchgeführten Visustests sind immer noch 5,6% der Erwachsenen in Deutschland amblyop (schwachsichtig).2 Erwachsene mit einer Amblyopie können z.B. nicht als Busfahrer, Feuerwehrmann, Polizist oder Pilot arbeiten. Diese hohe Anzahl an Schwachsichtigen könnte durch die neue, modernere Technik reduziert werden. Denn je früher eine Sehstörung erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Behandlungserfolge.

Zurzeit wird erst in einer von drei Kinderarztpraxen mit der modernen Technik gemessen. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass Eltern Ihr Kind zu einem Kinderarzt mit dem alten Visustest zur Amblyopieerkennung und nicht zu einem Kinderarzt mit der modernen Technik zur Amblyopievorsorge bringen.

2 von 3 Ärzten verwenden Visustests zur Amblyopieerkennung. 1 von 3 Ärzten verwendet ein modernes Augen-Messgerät von Plusoptix zur Amblyopievorsorge.

Alle Kinder mit dem Ergebnis „Auffällig“ sollten zur genaueren Augenuntersuchung an einen Augenarzt überwiesen werden." Die Augenvorsorge beim Kinderarzt ersetzt nicht die Augenuntersuchung durch einen Augenarzt.

Was bezahlt die Krankenkasse?

Auch bei den Krankenkassen spielt dieses Thema eine zunehmend wichtige Rolle. Durch die Einführung des neuen Versorgungskonzeptes Paed.Plus® durch den Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ e.V.) wurde in Absprache mit einer Reihe von Krankenkassen eine Übernahme der Kosten für das „Amblyopiescreening“ zur Früherkennung von Sehstörungen bei Kindern erreicht. Wird das Kind aufgrund eines auffälligen Messergebnis an einen Augenarzt überwiesen, so übernimmt die Krankenkasse alle weiteren Untersuchungs- und Behandlungskosten.

Bedeutung der frühzeitigen Augenvorsorge bei Kindern

Plusoptix legt Wert darauf, dass die Eltern über den Sinn und Zweck der frühzeitigen Augenvorsorge bei Kindern aufgeklärt werden. Eltern müssen wissen, dass es eine moderne Technik gibt, mit der Amblyopie nicht nur erkannt, sondern durch eine Vorsorge vermieden werden kann.

  • Was ist „Amblyopie“ und wozu dient das „Amblyopiescreening“?
  • Wie häufig ist „Amblyopie“?
  • Kann mein Kind gut sehen?
  • Hat mein Kind eine Sehstörung?
  • Bezahlt meine Krankenkasse das Amblyopiescreening bei meinem Kind?

Im Folgenden finden Sie Antworten auf die oben genannten Fragen sowie weitere Informationen rund um das Thema „Amblyopiescreening“.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne telefonisch unter 0911 – 59 83 99 – 26 oder über das Kontaktformular zur Verfügung.


Was ist „Amblyopie“ und wozu dient das „Amblyopiescreening“?

„Amblyopie […] entsteht hauptsächlich durch eine zu spät erkannte und nicht rechtzeitig korrigierte Fehlsichtigkeit in den ersten Lebensjahren oder durch Schielen.“ 2 „Da die Augen bei einer Amblyopie eigentlich gesund sind, ist es schwer, sie bei Standard- Augenuntersuchungen zu erkennen. Im Alltag zeigen Kinder auch kaum Symptome. Dies hat weitreichende Folgen, da Sehstörungen wie die Amblyopie früh behandelt werden müssen: Denn je älter das Kind ist, desto geringer ist die Chance einer erfolgreichen Therapie.“ 3

Das „Amblyopiescreening“ dient der frühzeitigen Erkennung von Sehstörungen im Rahmen der Augenvorsorge bei Kindern. Werden Sehstörungen nicht in den ersten Lebensjahren erkannt und behandelt, können diese zu einer dauerhaften Amblyopie führen. Eine Amblyopie kann weder mit einer Brille, noch mit anderen Sehhilfen ausgeglichen werden. Sie ist meistens irreversibel.

Eine Messung mit einem Plusoptix Gerät ermöglicht Kinder- und Jugendärzten, Gesundheitsämtern und staatlichen Einrichtungen die am häufigsten auftretenden Sehstörungen und amblyogenen Risikofaktoren bei Kindern ab dem 6. Lebensmonat aufzudecken. Grundsätzlich sollten alle Kinder, die nicht bereits in augenärztlicher Behandlung sind, regelmäßig an einer Augenvorsorge teilnehmen. Die erste Augenvorsorge sollte so früh wie möglich erfolgen. Sie kann schon im ersten Lebensjahr durchgeführt werden und ist optimal mit den Vorsorgeuntersuchungen kombinierbar. Sie muss regelmäßig wiederholt werden, da sich die Augen mit dem Wachstum verändern und Sehstörungen neu auftreten können (lesen Sie hierzu die Elterninformation).


Eine frühzeitige Augenvorsorge kann Leben retten!

Eine Sehschwäche kann die schulischen Leistungen beeinträchtigen, die Unfallgefahr im Straßenverkehr erhöhen und die Berufswahl einschränken. Doch für Brianna, ein 7 Jahre altes, amerikanisches Mädchen ging es um viel mehr! Nach einem auffälligen Messergebnis des Augen-Messgeräts von Plusoptix (Plusoptix Vision Screener), kämpft sie nun sogar um Ihr Leben!

Lesen Sie hier, wie Brianna nach der Schockdiagnose „Tumor im Auge“ heute ein glückliches Leben führt.


Elterninformation „Amblyopiescreening“ – Häufige Fragen

Wir legen Wert darauf, dass die Eltern über den Sinn und Zweck der frühzeitigen Augenvorsorge bei Ihren Kindern aufgeklärt werden. Denn genauso wie beim Laufen müssen Kinder in den ersten Lebensjahren auch das Sehen mit beiden Augen (binokulares Sehen) erlernen. Die Fortschritte bei den ersten Gehversuchen oder dem Artikulieren der ersten Worte erleben die Eltern täglich mit. Wie und was Ihr Kind sieht, bleibt Ihnen dagegen verborgen.

Kann mein Kind gut sehen? Sieht mein Kind schlecht? Hat mein Kind eine Sehstörung?

Wozu dient die Augenvorsorge? Wann soll ich die Augen meines Kindes untersuchen lassen?

Hier finden Sie Antworten auf alle Fragen, die Eltern bezüglich der Augenvorsorge Ihres Kindes haben können.


Amblyopiescreening mit dem Plusoptix Vision Screener

Bereits in jeder 3. Kinderarztpraxis!

  • Berührungslos
  • Ab dem 6. Lebensmonat
  • Sekundenschnell
  • Klinisch belegte Messgenauigkeit
  • Prämiertes kinderfreundliches Design

Weitere Informationen zum Plusoptix Vision Screener finden Sie hier.

„Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die einfache Anwendung des Plusoptix Vision Screener und die nun vorgeschlagenen Überweisungskriterien als Ergänzung zur klinischen Untersuchung ein Meilenstein in der Vorsorge der Augen unserer Kinder sind.“ kinder.ärzte Schweiz Magazin, Februar 2016

Unterstützung von gemeinnützigen Screeningprojekten

Plusoptix-Geräte können auch außerhalb der Arztpraxis eingesetzt werden. In Kooperation mit vielen Lions Clubs und anderen gemeinnützigen Organisationen werden die Plusoptix Vision Screener weltweit für gemeinnützige Screeningprojekte eingesetzt. Auf diese Weise möchte man jedem Kind, unabhängig von der Herkunft, eine gesunde und altersgerechte Entwicklung der Augen ermöglichen.


Welche Rolle spielt hierbei Plusoptix?

Plusoptix wurde 2001 in Nürnberg gegründet und widmet sich seit Beginn an ausschließlich der Entwicklung von innovativen Augen-Messgeräten für Babies, Kinder und unkooperative Patienten. Sowohl die Produktentwicklung (Hard- und Software), als auch die Produktion, wird seit der Gründung im Hauptsitz in Nürnberg durchgeführt. Zusätzlich wird das Unternehmen in mehr als 60 Ländern weltweit durch Vertriebspartner vertreten.

Durch die langjährige Erfahrung in der Entwicklung von binokularen Hand-Autorefraktometern in mittlerweile drei Produktlinien, liefern Plusoptix Geräte eine herausragende Messgenauigkeit sowie höchste Produktqualität mit dem Qualitätssiegel „Made in Germany“. In Deutschland benutzt bereits jeder 3. niedergelassene Kinderarzt ein Augen-Messgerät von Plusoptix.

Plusoptix-Generationen

Plusoptix legt besonders hohen Wert auf ein einzigartiges und besonders kinderfreundliches Produktdesign, welches bereits zweimal prämiert wurde.

Weitere Informationen zu Plusoptix finden Sie unter: www.plusoptix.de


  1. Donahue SP, Arthur B, Neely DE, Arnold RW, Silbert D, Rubin JR.
    Guidelines for automated preschool vision screening: A 10-year, evidence-based update. J AAPOS. 2013;17(1):4-8.
  2. Berufsverband der Augenärzte:
    http://cms.augeninfo.de/nc/hauptmenu/presse/statistiken/statistik-amblyopie.html (12.06.2017, 11:24 Uhr)
  3. Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte:
    https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/amblyopie-schlechtes-sehen-trotz-guter-augen/ (12.06.2017, 09:24 Uhr)